Wie vergangene Woche vom US-amerikanischen Patent- und Markenamt (USPTO) veröffentlicht wurde, hat Mastercard ein Patent angemeldet, das dem Unternehmen eine Lösung für Geldtransfer auf Basis der Blockchain sichern soll. Damit sollen Zahlungen in Echtzeit ermöglicht werden.



Sollte dieses Konzept realisiert werden, wäre es dem Unternehmen dann auch erlaubt, Zahlungen ständig zu kontrollieren und beispielsweise sichtbar zu machen, ob Händler nach einem bestimmten Kauf auch tatsächlich bezahlt wurden. Sie müssten damit nicht mehr tagelang warten, bis Zahlungen für Verkäufe bei ihnen eingehen. Die vom Kreditkartenriesen gespeicherten Daten umfassten darüber hinaus auch den Transaktionsbeleg,  sowie die Bestätigung der Zahlungs- und Kontoprofile für die beteiligten Personen und Unternehmen.

Fraglich ist, ob der eigentliche Mehrwert von Blockchain so erhalten bleiben kann. Die Blockchain-Datenbank liegt nämlich nicht auf einem zentralen Server oder bei einem Unternehmen, sondern ist über viele Server verteilt. Die Daten gehören sozusagen niemanden und kein Unternehmen, keine Behörde oder Person hat Macht darüber. So hat jeder Teilnehmer die gleichen Zugriffsrechte und Möglichkeiten. Da dieses neutrale System eigentlich jedem offensteht, ist es nicht zu hacken oder manipulierbar. Durch die Speicherung der Daten beim Kreditkartenunternehmen Mastercard, würde dieses offene System jedoch hinfällig. Zudem beschränkt sich Blockchain nicht nur auf finanzielle Transaktionen, sondern kann für jede Art von Informationen genutzt werden. Auch hier würde Mastercard eine Einschränkung in diesem so offenen System darstellen.

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Friday, November 17, 2017







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